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Sportmedizinische Aspekte
Bogensportplätze sind in der Regel abgelegen vom Alltagslärm und bilden geradezu Oasen der Erholung.
Bogenschießen ist ein gesunder Sport, der kaum Verletzungsrisiken kennt. Mediziner, vor allem Orthopäden, werden
bestätigen, dass bei Bogenschützen kaum Probleme mit der Wirbelsäule auftreten, da die Rückenmuskulatur stark ausgeprägt wird
und so Schäden entgegenwirkt. Speziell für Behinderte stellt der Bogensport eine ideale Möglichkeit dar, sich sportlich zu betätigen
und wird insofern oftmals als Therapie vorgeschlagen.
Neben der körperlichen Belastung erfordert der Bogensport auch eine Notwendigkeit zu mentalen Übungen. Nur ein
ruhiger, entspannter und konzentrierter Geist ist zu guten Leistungen fähig.
Bei einem FITA-Turnier im Freien, also einem Wettkampf in dem 144 Pfeile geschossen werden und welcher rund acht Stunden
dauert, werden allein zum holen der Pfeile bis zu 5.760 m zurückgelegt. Beim Jagd- und Feldbogenschießen legt man teilweise noch erheblich
längere Wegstrecken in abwechslungsreichem Gelände, zumeist mit erheblichen Steigungen und Senkungen, zurück.
Die zurückzulegenden Wegstrecken bilden neben den eigentlichen Schießbelastungen eine sehr willkommene, nützliche
und für den Gesamtorganismus beförderliche Bewegung.
Bedenkt man, dass der Bogenschütze bei jedem Schuss eine starke körperliche Belastung aushalten muss, hierbei einen
besonders tiefen Ein- und Ausatemrhytmus einhält der von nahezu sämtlichen Atemmuskeln volle Aktion erfordert, gekoppelt mit der
zurückzulegenden Marschstrecke, so ist leicht zu bemessen, welch enormer Wachstumsreiz nicht nur auf Herz und Lunge,
sondern auch auf das gesamte Muskelsystem des Oberkörpers ausgeübt wird. Insbesondere bei Jugendlichen im Wachstum sind
derartige Bewegungen außerordentlich förderlich.
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